Homeoffice ermöglicht Flexibilität, ist jedoch oft Gift für eine erfolgreiche Abgrenzung zwischen Arbeit und Privatem.

Das dauerhafte Arbeiten im Homeoffice führt zu einer „kognitiven Infektion“ des Schutzraums zu Hause mit Arbeitsthemen. Verstärkt wird dies vor allem durch:

  • variable Arbeitsplatzwechsel (von der Couch zum Küchentisch und nachmittags auf den Balkon…)
  • ständige Erreichbarkeit (auch auf privaten Kanälen)
  • kleinteiliges Arbeitszeit-Splitting (hier mal ein Termin und da mal eine Stunde…)
  • Fehlen „klassischer“ Feierabendhandelns (z.B. nach Hause gehen)

Tipps für gelungene Abgrenzung 

  • Fester Arbeitsbereich (Arbeitszimmer, Arbeitsecke)
  • Feste Arbeits- und Pausenzeiten ((Nicht)-Erreichbarkeit kommunizieren)
  • Rituale, die Arbeitsbeginn und Arbeitsende klar definieren, ggf. sogar kognitiv primen

Beispiele für Rituale, die das Arbeitsende klar definieren 

  • Tür zum Arbeitszimmer zuschließen
  • Arbeitsecke abdecken oder STOPP-Schild aufstellen
  • Kleidung wechseln
  • Feierabendhandlung (Blumen gießen, Lieblingsserie schauen, ein Bad nehmen… )
  • Arbeitsbeginn und –ende durch persönlichen Sinnspruch/Phrase markieren (so praktizieren es auch Leistungssportler)

Abgrenzung ist Teamsache

Erfolgreiche Abgrenzung gelingt vor allem gemeinsam, indem wir

  • die NICHT-Erreichbarkeit respektieren
  • gemeinsame Rituale entwickeln (z. B. virtuelle Mittagspause; Video-Chat zum Arbeitsende, …)
  • virtuellen Support, z. B. bei der Kinderbetreuung anbieten

Apropos Kinder: Kinder erleichtern (oder erzwingen) das kognitive Loslösen und sind somit seelische Schutzfaktoren.

Die Strategien, die das kognitive Loslösen und Abschalten von Arbeitsthemen unterstützen sind vielfältig, kreativ und persönlich!

Habt ihr weitere Tipps, wie Abgrenzung im Homeoffice gelingen kann? Oder braucht ihr Beratung?

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