Jenny ist seit 2015 Consultant bei queo. Ihr Herz schlägt insbesondere für die Mediaplanung – aber auch für Fußball. Außerdem ist sie großer Fan vom Backen. Auf die Frage nach ihrem Lieblingsprojekt reagiert Jenny erstmal mit einem Zögern. Wie mit ihren Leidenschaften verhält es sich bei ihren Lieblingsprojekten ähnlich: Jenny begeistern viele Dinge. Doch dann berichtet sie mit vollster Überzeugung: Es geht um die Online-Strategie für die Liechtensteinische Landesbank (LLB).

In ihrem Lieblingsprojekt legte sie gemeinsam mit der LLB den Grundstein für eine Mediastrategie im Online-Bereich. Eine spannende Herausforderung angesichts des Traditionsbewusstseins und der tiefen lokalen Verwurzelung dieser Bank.

Fünf Fragen haben wir Jenny hierzu gestellt.

(1) Kurz zusammengefasst: Dein Lieblingsprojekt in 3 Worten?

„Oh je, in nur 3 Worten… mmh… strategisch auf jeden Fall. Und dann… Wie nennt man das, wenn etwas nervenaufreibend ist, aber im positiven Sinne? ja: Herausfordernd! Und nachhaltig — im Sinne einer langfristigen, zukunftsfähigen Lösung.“

(2) Was war die größte Herausforderung?

„Oh, es gab viele Herausforderungen. Zunächst das Stakeholdermanagement - viele Parteien unter einen Hut bekommen. Sowohl aus dem Marketing- als auch Produktbereich gab es oft Impulse aus ganz verschiedenen Ebenen. Diese alle immer angemessen zu berücksichtigen, war eine große Aufgabe.

Für uns selbst war dann die größte Herausforderung, das Fürstentum und die Mentalität der Menschen zu verstehen und zu verinnerlichen. Die Menschen im Land, wie auch die LLB, sind lokal tief verwurzelt und stolz auf das, was sie haben. Und natürlich gab es am Anfang die eine oder andere Sprachbarriere. Oftmals kamen die liechtensteinische, schweizerische, österreichische und deutsche Sprache zusammen an einen Tisch. Um unseren Kunden sinnbildlich besser zu verstehen, haben wir uns die 'Hausaufgabe' mitgenommen, liechtensteinische News zu konsumieren. Ich selbst habe eine Zeit lang nur noch Fußballerinterviews vom FC Vaduz angeschaut. (lacht)

Die Produktbroschüren der LLB haben auch viel geholfen, ein Gefühl für die Sprache zu bekommen. Wir mussten beides verstehen - die regionalen Eigenheiten als auch die 'Bankensprache'.“

(3) Was hat am meisten Spaß gemacht?

„Tatsächlich das vor-Ort-Sein! Liechtenstein ist schön und einfach irgendwie anders und spannend als Land. Ganz viel Spaß hat auch das erste Reporting gemacht. Zeigen zu können, dass es wirklich funktioniert hat. Das hat sich toll angefühlt.“

(4) Wer hat dich auf dem Weg begleitet? Wer war deine Lieblingsprojektperson?

„Das war in dem Projekt Karin bei queo. Sie hat mir geholfen, das Ding erst auf den Weg zu bringen. Sie hat so eine Art Mentorinnenrolle eingenommen und war ein starker mentaler Support. Sie war einfach da und hat mich unterstützt. Und sie hat auch mit sehr strengem Auge Feedback gegeben. Was superwichtig war.“

(5) Und am Ende: Was waren die Learnings aus diesem Projekt?

„Ein großes Learning war: Methoden helfen weiter! Wir werden ja oft belächelt, dass wir bei Workshops so viele Methoden einsetzen. In diesem Projekt war das aber super wichtig. Man muss sie eben gut auswählen. Und letztendlich haben wir gemeinsam gelernt: 'Es geht doch!' Auch eine traditionsverankerte Bank in Liechtenstein kann sehr wohl erfolgreich die 'modernen' Onlinewege einschlagen. Das wird dann zum Alleinstellungsmerkmal. Manchmal muss man eben aus der eigenen Komfortzone raus. Und dann einen individuellen Weg finden.“