Bei queo hat Linda über vier Jahre lang Konzept und Beratung gemacht, mit Schwerpunkt auf Social Media und Online-Marketing. Was sie dort gelernt hat, zieht sich wie ein roter Faden durch alles, was danach kam: dass Marke kein Designprojekt ist, sondern ein System. 

Heute führt sie eine strategische Markenagentur und stellt sich dabei einer Frage, die gerade alle beschäftigt: Wie funktionieren Marken eigentlich noch, wenn sich die gesamte Kommunikationsinfrastruktur neu sortiert? Dabei beschreibt sie sich selbst als kritisch, analytisch und vor allem gesellig. Jemand, der in fast allem eine gute Geschichte findet und sie dann auch erzählt. Gerade erweitert sie ihre Arbeit um eine Coaching-Ausbildung, um nicht nur Marken zu stärken, sondern vor allem die Menschen dahinter zu befähigen.

Und wer ihren Foodblog kennt, weiß: Das Erzählen hört bei der Arbeit nicht auf. Auch in der Küche begleiten Geschichten ihr Tun. Sie lebt und liebt was sie macht, und das merkt man!

Freut euch auf hier auf noch mehr ehrliche Einblicke und einen Blick hinter die Kulissen von Lindas Karriere, die bei queo begann. Viel Spaß beim Lesen!

Kaffee, Bücher und To-Do-Listen

Hi Linda, zum Einstieg ein paar kleine Warmup-Fragen:

Tee oder Kaffee?
Kaffee

Buch oder Podcast?
Podcast

To-Do-Liste oder Post-Its?
To-Do-Liste

Remote oder vor Ort?
Vor Ort

Morgenmensch oder nachtaktiv?
Nachtaktiv

Chaos oder Struktur?
Chaos

Von der HTW-Empfehlung in die Agentur – Lindas Start bei queo

Was hat dich damals zu queo geführt?

Zu queo bin ich über meinen Professor an der HTW gekommen – er hat mich empfohlen. Zu dem Zeitpunkt habe ich gerade ein Praktikum bei Dresden Marketing gemacht, im Bereich Social Media. Das war die Zeit, in der Facebook gerade in Deutschland ankam und Social Media als Disziplin erst entstand. Bei queo habe ich dann im Team von Karin angefangen, die unter dem damaligen Namen queo Insight den Bereich Social Media, SEO und Datenanalyse aufgebaut hat. Erst als Werkstudentin, dann mit meiner Bachelorarbeit, die Karin betreut hat. Nach dem Abschluss bin ich direkt fest eingestiegen.

Erinnerst du dich noch an deinen ersten Tag?

Die erste Zeit in der Agentur waren für mich prägend. Das Büro war voll, alle waren da, immer. Montags der Ideenkreis. Man lernte sich schnell kennen, weil man sich gar nicht aus dem Weg gehen konnte. Mittags wurde zusammen gekocht, zusammen essen gegangen oder zusammen etwas geholt. Der "queo-Spirit" war ab Tag eins da, und man hat sich eingelebt, bevor man es gemerkt hat. So habe ich die Agentur vor 15 Jahren in Erinnerung. 

Irgendwie war alles anders: Alle beieinander, alles gleichzeitig, herzlich und ein fachlich gutes Tempo. Mit viel Eigenverantwortung und einem engen Sparring. Man konnte von allen lernen.

Wo und wie hat man dich bei queo erlebt?

Ehrlich gesagt müsste man dafür andere fragen. Ich war ja die ganze Zeit dabei und damit die schlechteste Zeugin. ;-)

Mittendrin statt am Rand

Was hat dich bei queo besonders geprägt oder herausgefordert?

queo war für mich der Ort, an dem ich vieles zum ersten Mal gemacht habe. Geprägt hat mich vor allem die Bandbreite. Man kam mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen zusammen und mit Themen, die man sich vorher nie zugetraut hätte. Verantwortung gab es früh, und gerade die Zusammenarbeit und Betreuung der Auftraggeber hat mir gezeigt, worauf es ankommt. Ich war nicht in einer Ecke geparkt, sondern mittendrin in den Teams, im Austausch mit Kollegen und in Projekten, die Gewicht hatten.

Gibt es Projekte, an die du heute noch gern zurückdenkst?

Ein Projekt, an das ich besonders gern zurückdenke, ist die Azubi-Kampagne für AOK PLUS. Wir haben eine langfristige Kampagne konzipiert, gestaltet und komplett umgesetzt. Mit einem GZSZ-Star, mit dem wir quer durch Deutschland gefahren sind. Auszubildende konnten sich für die Aktion bewerben, und wir haben sie dann mit Videoteam und Star besucht. 

Außerdem durfte ich Social Web macht Schule mit aufbauen und war von Beginn an dabei. Eine Zeit, an die ich gern zurückdenke und über die ich gern erzähle, weil das Thema präsenter ist denn je. Dass es nach all den Jahren immer noch kein fester Bestandteil im Lehrplan ist, bleibt schwer nachvollziehbar. Ich bin stolz, beim Aufbau dabei gewesen zu sein.

Erinnerst du dich an eine Anekdote, die dich heute noch zum Schmunzeln bringt?

Nicht nur eine ;-)

Einmal queo, immer queo?

Gibt es heute noch Berührungspunkte mit queo oder den queos?

Ja, tatsächlich viele. Einige Kolleg*innen von damals sind feste Bestandteile meines Lebens geworden – gute Freunde, mit denen ich mich regelmäßig treffe und austausche.

Ganz zum Schluss noch eine Frage...

Verrätst du uns etwas über dich, das kaum jemand weiß? Auch deine ehemaligen queo-Kolleg*innen nicht?

Ich habe das beste Mathe-Fachabitur der Schule und aus Dresden geschrieben. Damals. :D

Danke dir Linda für das tolle Interview und die persönlichen Einblicke. Wir freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen und die Ausführung der ein oder anderen Anekdote aus deiner Zeit bei queo!